Teresa — Lauter als Bellen
von VCF
Teresa ist eine kleine Tricolor-Basenji-Hündin — ein Hund, der nicht bellt, sondern auf seine eigene, leise Art singt. Unsicher und ängstlich verlässt sie ihre Heimat, um die Welt zu entdecken. Auf ihrer Reise begegnet sie in ganz unterschiedlichen Gegenden besonderen Tieren: einem stolzen Adler in den Bergen, einem geduldigen Kamel in der Wüste, einer weisen Schildkröte am Meer, einem bunten Papagei am Dschungelfluss, einem frierenden Polarfuchs im Eis, einem einsamen Krokodil im Sumpf, einem würdevollen Elefanten in der Savanne, einer Straßenkatze in der großen Stadt, einem listigen Fuchs im düsteren Wald, einer Fledermaus in einer dunklen Höhle und einer fleißigen Biene auf einer blühenden Wiese. Jede Begegnung schenkt ihr eine neue Stärke — Mut, Geduld, Gelassenheit, ihre eigene Stimme, Mitgefühl, Würde, Vergebung, Unterscheidungsvermögen, Vertrauen und Zusammenhalt. Nicht jeder Weg ist leicht: Manche Begegnungen beginnen mit einer schlechten Erfahrung — Teresa wird ausgelacht, getäuscht oder verliert den Mut und gerät ins Wanken. Doch jedes Kapitel nimmt eine Wendung zum Guten, und an jedem Rückschlag wächst sie. Tiere, die mitkommen können, schließen sich ihr an, sodass aus der einsamen kleinen Hündin nach und nach eine bunte Reisegruppe wird — die sich, wie im Leben, auch wieder trennt: Die Straßenkatze etwa verliebt sich unterwegs in einen schönen Kater und geht ihren eigenen Weg. Besonders die beiden Füchse prägen Teresa auf gegensätzliche Weise: Dem frierenden Polarfuchs im Eis hilft sie früh auf ihrer Reise ganz selbstlos, und alles wird gut — eine warme, gute Erfahrung. Gerade deshalb vertraut sie viel später im düsteren Wald dem listigen Fuchs blind, weil ihr erster Fuchs doch so gut war; er nutzt ihre Gutgläubigkeit aus und führt sie in die Irre. Es ist ihre härteste Lektion — bis sie sich aus eigener Kraft befreit und endlich lernt, genauer hinzusehen. Ungefähr in der Mitte ihrer Reise kreuzt ein charmanter Basenji-Rüde Teresas Pfad — ein freigeistiger Streuner mit einem Lächeln, dem schwer zu widerstehen ist. Für ein paar glückliche Tage verliebt sich Teresa, doch der Herzensbrecher zieht weiter und verschwindet so plötzlich, wie er gekommen ist. Es ist ihr schmerzlichster Abschied — und doch trägt sie von nun an ein kleines Geheimnis mit sich. Aus dem ängstlichen Welpen wird Schritt für Schritt eine warmherzige, mutige Beschützerin, die für ihre Freunde und für jedes Tier in Not einsteht — bis sie von allen wie eine Königin geachtet wird. Der Blick bleibt dabei immer bei Teresa. Als sie schließlich kurz davorsteht, selbst Welpen zu bekommen, spricht sich die Nachricht herum, und all ihre Gefährten von nah und fern finden sich noch einmal an einem besonderen Ort zusammen, um sie zu beglückwünschen. Und als Letzter von allen — zur großen Überraschung der ganzen Runde — taucht der Basenji-Rüde wieder auf: Er hat von den Welpen gehört und ist zurückgekehrt, diesmal, um zu bleiben. Umringt von ihren Freunden beginnt Teresa, ihren Kleinen all das weiterzugeben, was die Welt sie gelehrt hat — genauso klein und unsicher, wie sie einst war.
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